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Arthroskopische Ellenbogeneingriffe 2018-01-18T22:57:02+00:00

Arthroskopische Ellenbogeneingriffe

ARTHROSKOPIE DES ELLENBOGENS

Viele Erkrankungen des Ellenbogengelenkes sind minimal-invasiv mit arthroskopischen Techniken beherrschbar. Die Operation wird hierbei in Vollnarkose durchgeführt.

Indikationen:

  • Freie Gelenkkörper
  • Osteochondrosis dissecans
  • Beginnende Arthrose des Ellenbogengelenks
  • Bewegungseinschränkungen

Technik

Zunächst werden im vorderen Anteil des Gelenks zwei Portale angelegt, über die der Gelenkraum inspiziert wird. Entzündungen der Gelenkschleimhaut können so erkannt und entfernt werden. Freie Gelenkkörper können ebenfalls beseitigt werden. Bei Bewegungseinschränkungen sind knöcherne Vorsprünge und Ausziehungen (Osteophyten, Exostosen) abzutragen und der Knochen zu glätten.

Im nächsten Schritt befasst man sich mit dem hinteren Anteil des Gelenks. Auch hier sind häufig Entzündungen zu entdecken. Eine Besonderheit kann hier eine verdickte Schleimhautfalte (Plica humeroradialis) sein, die sich bei Bewegungen ins Gelenk einklemmt und Beschwerden verursachen kann. Diese wird bei entsprechendem Befund abgetragen. Zuletzt wird der hintere obere Gelenkraum (Fossa olecrani) untersucht und behandelt. Freie
Gelenkkörper, Schleimhautentzündungen und knöcherne Ausziehungen sind auch die am meisten zu beobachtenden und zu therapierenden Veränderungen.

Nachbehandlung

Eine Ruhigstellung in einem Verband ist in der Regel nicht notwendig und die Physiotherapie wird am ersten postoperativen Tag begonnen. Arbeitsfähigkeit sollte nach 1 Woche bei leichten und nach 3-6 Wochen bei schweren körperlichen Tätigkeiten möglich sein.

Sonderfall Osteochondrosis dissecans (OD)

Bei der arthroskopischen Behandlung der OD, die insbesondere Jugendliche betrifft, kann zum einen das Schädigungsausmaß erkannt werden und erste therapeutische Schritte durchgeführt werden. Hierzu zählen das Glätten kleiner Knorpelläsionen sowie vor allem das Anbohren des OD-Herdes, um eine lokale biologische Heilung zu ermöglichen.

Weiterführende Therapien wie die Verpflanzung osteochondraler (Knorpel-Knochen) Zylinder sind dem offenen Vorgehen vorbehalten.

Die Nachbehandlung bei der OD und die Wiederaufnahme sportlicher Betätigung ist je nach Befund und Behandlung zu terminieren und kann durchaus 6 – 12 Monate betragen.

DEUTSCHES SCHULTERZENTRUM
in der ATOS Klinik München
Effnerstr. 38

D-81925 München

Prof. Dr. med. Peter Habermeyer
Priv.-Doz. Dr. med. univ. Mark Tauber
Priv.-Doz. Dr. med. Frank Martetschläger

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